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_PN_PAGE 1 _PN_OF 4 Aufwärmen
Ihr Körper ist keine Maschine und kann
nicht in kürzester Zeit von Null auf Hundert beschleunigen. Bereiten
Sie sich daher gewissenhaft auf eine bevorstehende sportliche Belastung
vor. Mit Ihrem individuellen "Warm up" bringen Sie den Körper so
richtig auf Temperatur und bleiben von Verletzungen bzw. bleibenden
Sportschäden verschont.
Unter dem Begriff "Aufwärmen" bzw. "Warm up"
versteht man die Vorbereitung des Körpers auf die bevorstehende
Belastung (Training oder Wettkampf). Versetzen Sie Ihren Körper aktiv
oder passiv in eine optimale psycho-physische Verfassung.
Warum aufwärmen?
Zu kurzes oder
gar völlig fehlendes Aufwärmtraining ist für Sie nicht nur gefährlich,
sondern führt auch zu Verletzungen. Das Ergebnis: Eine Zerrung oder ein
Muskelfaserriss sind die Folge. Ein gezieltes "Warm up" reduziert das
Verletzungsrisiko erheblich und steigert die Leistungsfähigkeit. Das
Blut wird durch den Körper gepumpt, die Gefäße erweitern sich, Sehnen
und Bänder sind elastischer und die Gelenke werden geschmiert.
Aktives Aufwärmen
Bewegen
Sie Ihre Muskeln bzw. Muskelgruppen aktiv. So bringen Sie Ihren Körper
auf "Wettkampftemperatur". Die Steigerung der Körpertemperatur, das
Aktivieren des Herz-Kreislaufsystems, eine bessere Durchblutung und die
damit verbundene Erhöhung der Nährstoffversorgung der entsprechenden
Muskeln sind die Folge. Das Knorpelgewebe wird besser durchblutet und
Ihr Verletzungsrisiko minimiert sich.
Passives Aufwärmen
Lassen
Sie sich genüsslich massieren oder genießen Sie ein Wärmebad, um Ihre
Muskulatur zu lockern und Ihre Hauttemperatur zu erhöhen. Diese Form
des Aufwärmens ist jedoch nicht ausreichend und muss als Ergänzung zum
aktiven "Warm up" gesehen werden.
Aufgepasst:
Wärmen
Sie vor einem Wettkampf immer aktiv auf. Das passive Aufwärmen dient
vor allem zur Lockerung der Muskulatur und zu Ihrer Entspannung. Der
Geist gerät dabei in einen eher trägen Zustand.
Mentales Aufwärmen
Spielen
Sie Wettkampfsituationen oder Bewegungsabläufe gedanklich durch.
Besonders bei Sportarten mit festen Bewegungsabläufen ist diese Form
der Wettkampfvorbereitung hilfreich. Das mentale "Warm up" soll jedoch
immer in Kombination mit dem aktiven Aufwärmen eingesetzt werden.
Wirkung und Tipps
Aufwärmen erhöht die Körpertemperatur und fördert
die Durchblutung. Ihre muskulären Funktionsabläufe werden gesteigert,
die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen beschleunigt sich und die
Nervenerregbarkeit wird erhöht. Zusätzlich nimmt die Herzförderleistung
zu. Mehr Blut durchströmt Ihre Muskeln und Ihr Körper wird mit mehr
Sauerstoff versorgt. Die Muskelkontraktions- bzw. Entspannungsfähigkeit
verbessert sich. Die daraus resultierende Erhöhung der
Gelenkbeweglichkeit, Steigerung der Koordination und das Sinken des
Energieverbrauchs führt zu einer geringeren Verletzungsanfälligkeit.
Ihr Körper ist nun optimal vorbereitet.
Wie lange sollen Sie aufwärmen?
Bringen
Sie Ihren Körper in "Wallung". 10 bis 15 Minuten sind hierfür in der
Regel ausreichend. Achten Sie darauf, dass Sie vorwiegend die großen
Muskelgruppen mobilisieren und bewegen. Lockeres Joggen, Fahrradfahren,
Steppen, Rudern oder intensives Walking wärmen Sie so richtig auf.
Tipps
- Gehen
Sie es anfangs bei Ihrem Aufwärmprogramm etwas langsamer an. Wer zu
heftig beginnt, läuft Gefahr seinen Organismus und die Muskulatur zu
übersäuern.
- Aufwärmzeiten und Alter sind eng miteinander
verbunden. Ältere Personen sollen sich in der Regel länger aufwärmen
als jüngere Athleten.
- Teilen Sie sich Ihre Kräfte gut ein.
Orientieren Sie sich hinsichtlich der Aufwärmzeit an Ihrem
Trainingszustand und Trainingsalter. Untrainierte Personen müssen es
langsamer angehen, da Sie Ihren Körper überanstrengen können. Die
dadurch hervorgerufene Ermüdung erhöht das Verletzungsrisiko beim
eigentlichen Training erheblich.
- Das Aufwärmen am Morgen
fällt in der Regel länger und langsamer aus als am Abend. Der Grund:
Nachts ist die Körperfunktion reduziert und der Körper erholt sich.
Nach dem Aufstehen brauchen Sie eine gewisse Zeit, um die
Körperfunktionen so richtig ins Rollen zu bringen.
- Passen Sie
Ihr Aufwärmprogramm der jeweiligen Sportart an. Da es sich beim
Bodybuilding nicht um cardiovaskuläre Ausdauer handelt, ist ein
gezieltes Aufwärmtraining unumgänglich. Nach dem allgemeinen Aufwärmen
bereiten Sie die beanspruchten Muskelgruppen mit einem geringeren
Gewicht (gemessen am Trainingsgewicht) auf die bevorstehende Belastung
vor.
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